Einleitung
Mit der monatlichen Lohnverarbeitung erstellen Sie die Lohnabrechnungen Ihrer Mitarbeitenden und führen den Zahlungslauf durch. Der Assistent «Lohnverarbeitung» begleitet Sie Schritt für Schritt durch alle relevanten Prüf- und Verarbeitungsschritte.
Wichtig ist, dass Sie die einzelnen Prüfpunkte in der vorgegebenen Reihenfolge bearbeiten. Einige Schritte bauen aufeinander auf und wirken sich direkt auf die Lohnberechnung aus.
Voraussetzungen
Stellen Sie vor dem Start sicher, dass:
- Ein- und Austritte aktuell sind,
- alle relevanten Lohndaten vorliegen,
- variable Lohnbestandteile bekannt sind und
- die Lohnperiode (Monat) korrekt ausgewählt wurde.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Öffnen Sie den Assistenten über:
Checklisten > Lohnverarbeitung
Der Assistent «Lohnverarbeitung» enthält folgende Prüfpunkte und Mutationsmöglichkeiten, welche mit dem Feld «Starte Aktion!» durchgeführt werden können:
- Absenzen/Dienste
- Saldi ausgleichen
- Liste Monatstotal (Produktelinie Basic & Extra / zeitbezogene Daten)
- Lohnposition vergeben (variable Lohndaten, nicht wiederkehrend)
- QST Mutationsgründe (EMA)
- Monatslohn
- Alle Löhne rechnen
- Lohnabrechnung kontrollieren
- Zahlung durchführen
- Lohnabrechnung drucken bei Austritt (z.B. bei Austritt Mitte Monat)
1. Absenzen und Dienste erfassen
Erfassen Sie zunächst alle relevanten Absenzen, beispielsweise:
- Krankheit
- Unfall
- Mutterschaft
- Ferien
- sonstige Abwesenheiten
Beispiel: Ferienerfassung
Hinweis: Damit die Absenzen berücksichtigt werden, müssen sie erfasst werden, bevor die Monatstotale in der Liste Monatstotal erfasst werden.
2. Saldi bei Austritt ausgleichen (nur für Produktelinie Total)
Damit der Mitarbeitende aufgelistet wird, muss sein Austrittsdatum im aktuellen Monat gesetzt sein. Wenn Sie in den Arbeitszeitangaben «Autom. Auszahlen der Saldi bei Austritt» gewählt haben, werden die Restguthaben automatisch in die Spalte «Ausbez.» übernommen. Andernfalls geben Sie in der Spalte den Wert ein, welchen Sie auszahlen möchten.
3. Liste Monatstotal
Hier können Sie für die einzelnen Mitarbeitenden die geleisteten Stunden, Zusatzstunden, Nachtzuschläge, Umsätze usw. erfassen und die vorgängig unter Absenzen / Dienste erfassten Absenztage kontrollieren.
Hinweis: Mit dem Feld «Spaltendefinition» können Sie die benötigten Eingabefelder ein- oder ausblenden. Ferner kann ausgewählt werden, welche Mitarbeitergruppen angezeigt werden sollen.
4. Lohnpositionen vergeben
Mit diesem Prüfpunkt können Sie für ausgewählte Mitarbeitende spezifische Lohnpositionen wie z.B. diverse Zulagen, Spesen oder Abzüge vergeben. Des Weiteren verbuchen Sie hier auch allfällige Taggeldzahlungen der Krankentaggeld- oder Unfallversicherung sowie EO-Taggelder.
Erfassung von Verpflegungsmengen
- Wählen Sie die Mitarbeitenden aus.
- Wählen Sie die Position «660 Verpflegung».
- Wählen Sie die gewünschte Subposition.
- Aktivieren Sie:
- «Mitarbeiter einzeln abfragen»
- «Mitarbeiter automatisch rechnen»
- Klicken Sie auf «OK», um auf die nächste Erfassungsmaske zu gelangen.
- Erfassen Sie die Menge der konsumierten Verpflegungen in der Spalte «Faktor».
5. QST Mutationsgründe in der Checkliste erfassen (EMA)
Nutzen Sie diesen Schritt für:
- Eintritte
- Quellensteuer-Mutationen
- Austritte
Erfassen Sie unter QST Mutationsgründe (EMA), indem Sie beim jeweiligen Mitarbeitenden auf die Lupe klicken:
- Mit dem Plus öffnen Sie eine neue Mutationsmeldung.
- Wählen Sie das Jahr und den Monat aus, welcher angepasst bzw. korrigiert werden muss. Wenn mehrere Monate mutiert werden müssen, sind diese einzeln abzuarbeiten.
- Klicken Sie auf Werte abfüllen. Das Lohnprogramm rechnet nun mit den neu erstellten Angaben. Die Korrektur erscheint automatisch in der Lohnabrechnung.
- Wichtig: Damit die Werte automatisch abgefüllt werden können, muss zwingend ein neuer Datensatz mit den entsprechenden Werten im Mitarbeiterstamm erstellt worden sein.
- Speichern Sie den Datensatz mit dem grünen Haken.
- Erfassen Sie nun den Grund für die Mutation. Diese Eingabe starten Sie mit dem Plus im unteren Bereich, welches erst nach der Eingabe des vorhergehenden Schrittes aktiv wird.
- Speichern Sie die Eingaben mit dem grünen Haken.
6. 13. Monatslohn
Starten Sie den Prüfpunkt «13. Monatslohn», um jene Mitarbeitenden zu markieren, bei welchen Sie den Anteil vom 13. Gehalt in diesem Monat auszahlen.
Wichtig:
- Wenn der Haken nicht aktiviert ist, bildet das Lohnprogramm die Rückstellungen nur, wenn im Mitarbeiterstamm unter den Lohnbestandteilen der 13. Monatslohn entsprechend definiert wurde.
- Wenn Sie für einen Monat mehrere Lohnläufe durchführen, bleiben auch die Mitarbeitenden markiert, für welche Sie die Löhne bereits ausbezahlt haben.
7. Alle Löhne rechnen
Führen Sie mit «Starte Aktion!» den Prüfpunkt «Alle Löhne rechnen» durch. Damit stellen Sie sicher, dass die Lohnberechnung bei allen aktiven Mitarbeitenden vorgenommen wird.
8. Lohnabrechnungen kontrollieren
Führen Sie mit «Starte Aktion!» den Prüfpunkt «Lohnabrechnung kontrollieren» aus.
Wählen Sie die Mitarbeitenden aus, bei denen Sie die Lohnabrechnung kontrollieren möchten, oder markieren Sie auf der nächsten Seite die Auswahl «Alle Mitarbeiter».
Sobald Sie die markierten Mitarbeitenden mit «OK» bestätigen, werden Sie im Lohnprogramm direkt auf die Seite der Lohnabrechnung weitergeleitet, welche Sie für jeden einzeln markierten Mitarbeitenden direkt mutieren können.
Sobald Sie für alle die Löhne kontrolliert und korrigiert haben, schliessen Sie den Reiter «Lohnabrechnung» und gelangen wieder in den Prozess Lohnverarbeitung, indem Sie im Fenster oben links auf Checkliste klicken.
Hinweis
Solange die Lohnperiode noch nicht abgeschlossen ist, kann eine gelöschte oder fehlende Lohnabrechnung erneut berechnet werden. Führen Sie dazu den Prüfpunkt «Alle Löhne rechnen» erneut aus und erstellen beziehungsweise kontrollieren Sie anschliessend die Lohnabrechnung.
9. Zahlung durchführen
Führen Sie mit «Starte Aktion!» den Prüfpunkt «Zahlung durchführen» aus.
Mit dieser Aktion wird der Nettolohn im Lohnprogramm und somit auch auf der Lohnabrechnung als ausbezahlt aufgeführt.
Führen Sie diesen Punkt für einen Mitarbeitenden nicht aus, wird der ganze Nettolohn auf den Folgemonat als Differenz Vormonat übertragen.
Was bedeutet Restlohn?
Ein Restlohn entsteht, wenn der gesamte Nettolohn eines Mitarbeitenden nicht vollständig als Zahlung erfasst wurde. Der noch offene Betrag bleibt auf der Lohnabrechnung bestehen und wird in die nächste Lohnperiode übertragen.
Wie stelle ich den offenen Betrag auf null beziehungsweise vermeide einen Restlohn?
Soll nach dem Zahlungslauf kein Restlohn mehr offen sein, muss der gesamte auszuzahlende Nettolohn als Zahlung berücksichtigt werden.
Gehen Sie dazu wie folgt vor:
- Kontrollieren Sie auf der Lohnabrechnung den auszuzahlenden Nettolohn.
- Führen Sie den Prüfpunkt «Zahlung durchführen» aus.
- Erfassen Sie die Zahlung für den vollständigen noch offenen Nettolohn.
- Kontrollieren Sie anschliessend die Lohnabrechnung. Es sollte kein offener Restlohn mehr vorhanden sein.
Wenn bereits eine falsche oder zu tiefe Zahlung erfasst wurde, löschen Sie diese zuerst und führen Sie anschliessend den Prüfpunkt «Zahlung durchführen» erneut aus.
Weitere Informationen: Wie lösche ich eine Zahlung?
Hinweis: Mit «Lohnabrechnung auf null stellen» ist in diesem Zusammenhang gemeint, dass nach dem Zahlungslauf kein offener Auszahlungsbetrag beziehungsweise Restlohn mehr vorhanden ist. Der berechnete Lohn selbst wird dadurch nicht auf null gesetzt.
Wählen Sie in der folgenden Maske die gewünschte Zahlungsart aus und klicken Sie auf Zahlungslauf.
Bei Zahlungen via ISO 20022: Speichern Sie das Zahlungsfile auf Ihrem Rechner als XML-Datei ab. Anschliessend können Sie dieses File in Ihrem E-Banking einlesen.
10. Lohnabrechnung drucken
Starten Sie die Aktion, um die Lohnabrechnungen zu drucken. Bedenken Sie, dass sich die Lohnabrechnungen bis zum Abschluss der Lohnperiode durch Nachbearbeitung der Stundenkontrolle (Produktelinie Total) oder Erfassungen von Arbeitsunfähigkeiten unter Absenzen/Dienste verändern können.